DAF Austria GmbH
Zurück zur Neuigkeitenarchiv

DAF präsentiert Euro 6-Motoren mit Common Rail

Für maximale Effizienz und Nachhaltigkeit

05/04/2012 Eindhoven, the Netherlands

DAF Trucks präsentiert eine neue Motorengeneration, die den neuen Euro 6-Emissionsvorschriften entspricht, die am 1. Januar 2014 in der Europäischen Union in Kraft treten. Für ein Höchstmaß an Effizienz kommen im Euro 6-konformen 12,9-Liter-Motor PACCAR MX-13 ultramoderne Common-Rail-Technologie, ein Turbolader mit variabler Geometrie und modernste Steuerelemente zum Einsatz. Um die strikten Euro 6-Emissionsnormen zu erfüllen, verfügt der Motor über Abgasrückführung in Kombination mit der SCR-Technologie und einen aktiven Rußpartikelfilter. "Der PACCAR MX-13 ist ein extrem sauberer Motor", so Ron Borsboom, Vorstandsmitglied von DAF Trucks N.V. und verantwortlich für die Produktentwicklung. "Außerdem haben wir uns intensiv darauf konzentriert, branchenführende Ergebnisse in puncto Kraftstoffverbrauch, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit zu erarbeiten." 

  • Euro 6-konformer 12,9-Liter-Motor PACCAR MX-13
  • Neuer Motorblock für ein Optimum an Steifigkeit und Integration
  • Hochdruck-Kraftstoffeinspritzung über eine gemeinsame Kraftstoffleitung für einen Einspritzdruck von bis zu 2.500 bar
  • Turbolader mit variabler Geometrie
  • Innovative Technologien für maximale Effizienz: Integration von Funktionen, gekapselte Kabelbäume, erweiterte Managementsysteme

Sie können die HR-Bilder der Euro-6-Motor Pressemeldung können Sie hier downloaden

Im Vergleich zur aktuellen Euro 5-Norm erfordert die Abgasnorm Euro 6, dass der Stickoxidausstoß (NOx) um weitere 77 % und der Ausstoß von Rußpartikeln um 66 % reduziert werden. In konkreten Zahlen bedeutet das: Der Stickoxidausstoß muss von 2,0 auf 0,46 Gramm/kWh und der Ausstoß von Rußpartikeln von 0,03 auf 0,01 Gramm/kWh reduziert werden. Das sind jedoch nicht die einzigen Anforderungen: Euro 6-Motoren müssen diese strengen Vorgaben mindestens sieben Jahre oder 700.000 km lang unter allen Einsatzbedingungen erfüllen. Künftig wird von den Behörden stichprobenartig geprüft, ob Fahrzeuge diese Standards erfüllen, und in dem unwahrscheinlichen Fall, dass dies nicht der Fall ist, wird der Fahrer durch neue On-Board-Diagnosesysteme entsprechend gewarnt.

Umfassende Erfahrungen mit EPA10

Ein Viertel der Fahrzeuge von Kenworth und Peterbilt, die seit Sommer 2010 in den USA ausgeliefert wurden, sind bereits mit dem sechszylindrigen 12,9-Liter-Motor PACCAR MX gemäß EPA10 ausgestattet. "Dieser Motor erfüllt die derzeitige Abgasnorm in Nordamerika, die der Euro 6-Norm sehr ähnlich ist", erklärt Ron Borsboom. "Wir konnten umfangreiche technische Erfahrungen sammeln, die wir jetzt für Euro 6 auf Europa übertragen können, beispielsweise in puncto Abgasrückführung (AGR), Turbolader mit variabler Geometrie und aktiver Rußpartikelfilter. Wir haben uns bei der Weiterentwicklung dieser Technologien auf die optimale Integration in europäische Fahrzeugkonzepte konzentriert. Ein gutes Beispiel hierfür ist die höhere Position des EGR-Kühlers, wodurch der Turbolader näher an den Motorblock rückt und so die Gesamtgröße des Motors weiter reduziert. Dies ist ein wichtiger Faktor bei der Montage des Motors in unsere europäischen Fahrzeuge, bei denen sich das Fahrerhaus direkt über dem Motor befindet. Das sorgt für einen niedrigen Fahrerhausboden zum leichten Ein- und Aussteigen und maximalen Wohnraum. Darüber hinaus setzen wir im Euro 6-Motor PACCAR MX-13 natürlich auch jüngste Technologien im Zuge des ATe-Programms für Euro 5 ein. Ein gekapselter Abgaskrümmer zur Steigerung der Effizienz des Turboladers und optimierte Kolbenringe und Kühlung sind nur einige Beispiele hierfür."

Neu: Common Rail

Der Motor PACCAR MX-13 zeichnet sich durch die Kombination bewährter Spitzentechnologie mit einer Vielzahl technischer Innovationen aus. "Der Motorblock wurde komplett überarbeitet, um noch mehr Steifigkeit zu erzielen, und besteht wie der Zylinderkopf aus festem Gusseisen mit verdichtetem Graphit", erklärt Borsboom. "Es wurden so viele Funktionen wie möglich integriert, um maximale Zuverlässigkeit und Langlebigkeit zu erreichen. So befinden sich beispielsweise Gussleitungen im Zylinderblock und Zylinderkopf und die beiden Pumpeneinheiten (die den Druck im Common-Rail-System erzeugen) sind im Motorblock integriert, wo sie durch dieselbe Nockenwelle wie die Ventile betätigt werden. Die Kraftstoffzufuhr in der Hauptleitung erfolgt durch intelligente Dosiersteuerelemente. Dadurch, dass lediglich die Menge an Kraftstoffgemisch verdichtet wird, die wirklich benötigt wird, wird die Effizienz optimiert. Hydraulische Verluste werden dadurch auf ein Minimum reduziert."

Das Common-Rail-System des neuen Euro 6-Motors PACCAR MX-13 sorgt für einen Einspritzdruck von bis zu 2,500 bar und ermöglicht die Verwendung von Vor- oder Nacheinspritzung oder einer Kombination aus beiden. Dies führt zu einer feineren Zerstäubung und vielen weiteren Möglichkeiten, die Verbrennung für geringstmögliche Lärm- und Abgasemissionen und minimalen Kraftstoffverbrauch zu optimieren. "Die extrem ausgereifte Motorensoftware und neue Sensoren und Aktuatoren spielen in dieser Hinsicht auch eine wichtige Rolle. Die schnellere und präzisere Funktion sorgt jederzeit für ein optimales Luft-/Abgas-/Kraftstoff-Gemisch. Dies ist auch wichtig für maximale Effizienz und niedrige Emissionswerte", sagt Borsboom.

Turbolader mit variabler Geometrie

Der wichtigste Vorteil eines Turboladers mit variabler Geometrie (VTG) ist, dass dem Motor permanent und in jedem Drehzahlbereich die besten Turboeinstellungen zugute kommen, um die Leistung zu maximieren. "Der Turbolader mit variabler Geometrie war auch erforderlich, um die Effektivität der Abgasrückführung zu optimieren, insbesondere im unteren Drehzahlbereich", erklärt Borsboom. "Mit dieser Technologie können wir die Abgasmenge, die in den Motor zurückgeführt wird, präzise festlegen, was auch die Kraftstoffeffizienz erhöht. Der Einsatz eines optimierten Turboladers hat außerdem positive Auswirkungen auf die MX Engine Brake, bei der bei niedrigen Drehzahlen (1,500 U/min) über 75 % der verfügbaren 325 kW freigesetzt werden."

Abgasnachbehandlung für Euro 6

Um die strengen Auflagen gemäß Euro 6 zu erfüllen, verwendet DAF eine Kombination aus verschiedenen Abgasnachbehandlungstechnologien, beispielsweise einen SCR-Katalysator und einen aktiven Rußpartikelfilter. "So wird die richtige Abgasmischung erzielt und darüber hinaus eine optimale Temperatur im Filter, um die gesammelten Rußpartikel zu regenerieren", sagt Borsboom. "Als Ausgangspunkt dient ein möglichst hoher Anteil an passiver Regeneration. Dazu muss der Motor die idealen Umstände schaffen. Aus diesem Grund sind der Auspuffkrümmer sowie die meisten Hauptkomponenten des Abgassystems gekapselt. Wenn die Abgastemperatur in bestimmten Situationen dennoch zu stark sinkt, schaltet der Motor auf aktive Regeneration um. Aus diesem Grund wurde eine siebte Einspritzdüse hinter dem Turbolader und vor dem Rußpartikelfilter integriert. Der Kraftstoff wird in einen oxidierenden Katalysator im Auspuff eingespritzt, um genau die benötigte Wärmemenge zu erhalten. Der SCR-Katalysator wurde ebenso mit Hinblick auf die Temperatur optimiert. Dank der innovativen Beschichtung wird ein maximaler Effekt in einem größeren Temperaturbereich erzielt. Das bedeutet, dass der Motor optimal und mit maximaler Effizienz arbeiten kann. Wir stellen generell sicher, dass Abgase im größtmöglichen Umfang den SCR-Katalysator bei der richtigen Temperatur erreichen."

Zahlreiche Innovationen

Für seine Euro 6-Technologie hat DAF wichtige Modifikationen in allen Bereichen vorgenommen. Neu ist zum Beispiel ein einzelner Poly-Keilriemen sowie ein Lüfter, der direkt ohne Kupplungswelle auf der Kurbelwelle sitzt – das sorgt für weniger Wartungskosten, mehr Zuverlässigkeit und weniger Gewicht und Kraftstoffverbrauch. Ein größeres Ölpumpenvolumen erlaubt Wartungsintervalle von 150.000 km gemäß Euro 6. Verbundwerkstoffe führen zu einem niedrigeren Gewicht und Geräuschpegel. Kraftstofffilter und Wasserabscheider wurden zu einer wartungsfreundlichen Einheit direkt auf dem Motor zusammengeführt. Der Ölkühler – praktischerweise mit dem Ölfilter kombiniert – besteht jetzt aus robustem Edelstahl. Eine branchenweite Besonderheit stellen weiterhin die gekapselten Kabelbäume dar, wie schon in den derzeitigen Euro 5-Motoren.

Effizienz als Leitprinzip

Laut Borsboom ist neben Zuverlässigkeit und Langlebigkeit Effizienz das wichtigste Schlagwort in der Euro 6-Technologie von DAF. "Um die extrem niedrigen Euro 6-Emissionswerte zu erreichen, ist zusätzliche Technologie erforderlich. Wir möchten natürlich den niedrigen Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß unserer derzeitigen Euro 5-ATe-Fahrzeuge beibehalten", sagt Borsboom. "Wir haben alles getan, um die Technologie optimal zu nutzen. DAF wollte nie Vorreiter in puncto Euro 6 sein. Uns war es vielmehr wichtiger, die verfügbare Zeit zu nutzen, um optimale Lösungen zu entwickeln."

Der neue Euro 6-konforme 12,9-Liter-Motor PACCAR MX-13 geht Anfang 2013 mit 300 kW/410 PS, 340 kW/460 PS und 375 kW/510 PS in Produktion. "Die neuen und zusätzlichen Euro 6-Technologien wirken sich natürlich auf unsere Fahrzeuge aus", sagt Borsboom abschließend. "Im September wird all dies auf der IAA in Hannover präsentiert. Sie können sicher sein, dass DAF etwas Interessantes dabei hat."

Sie können die HR-Bilder der Euro-6-Motor Pressemeldung können Sie hier downloaden


Zurück zur Neuigkeitenarchiv